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Nel 1929 il fotografo August Sander (Herdorf, 17 novembre 1876 – Colonia, 20 aprile 1964) pubblica a Monaco di Baviera una raccolta di 60 fotografie destinata a diventare uno dei monumenti della fotografia del Novecento dal titolo Antlitz der Zeit: Sechzig Aufnahmen Deutscher Menschen des 20. Jahrhunderts, mit einer Einleitung von Alfred Döblin – Volto del tempo. Ritratti di sessanta uomini tedeschi del ventesimo secolo, con una introduzione di Alfred Döblin (München, Transmare, K. Wolff, 1929).
In realtà, il testo di Alfred Döblin – lo psichiatra e scrittore di idee socialiste vicino al movimento espressionista che nel corso dello stesso anno avrebbe pubblicato il fortunato romanzo Berlin Alexanderplatz – è molto più di una semplice “introduzione”: si tratta infatti di un importantissimo contributo teorico che affronta il rapporto del mezzo fotografico con i temi della verità e della massificazione dell’individuo in quella che, da lì a pochi anni, sarebbe stata definita da Walter Benjamin l’epoca della riproducibilità tecnica dell’opera d’arte.
Già da alcuni anni Sander andava ragionando attorno al grandioso progetto, purtroppo rimasto incompiuto, di Menschen des 20. Jahrhunderts – Uomini del 20° Secolo. Di questo monumentale progetto Antlitz der Zeit fu la riuscitissima prova.
Elias Canetti e August Sander – che di Canetti era più anziano di quasi trent’anni – non ebbero rapporti diretti, ma i loro lavori presentano notevolissimi punti di convergenza che vanno al di là di semplici analogie dovute allo spirito di un’epoca.
Pensiamo alla coincidenza tra la “finzione” narrata da Canetti ne La commedia della vanità (Komödie der Eitelkeit, 1934), la immaginata distruzione di specchi e immagini fotografiche da parte di un regime totalitario, e i reali roghi di libri nazisti nei quali furono distrutti anche gli esemplari invenduti e le matrici di Antlitz der Zeit nel 1936, libro “degenerato” colpevole, oltre che di contenere un testo dell’ebreo Döblin, di dare una raffigurazione distorta e non eroica del popolo germanico. Ma non possiamo anche non pensare al più profondo legame che unisce le contemporanee indagini antropologiche e sociologiche del mondo tedesco tra Weimar e Nazismo, due ricerche condotte in parallelo con acribia degna di entomologi, che ci hanno lasciato la straordinaria galleria fotografica di maschere di Sander e quella altrettanto straordinaria di quelle maschere sonore che Canetti voleva fossero portate in scena con la Commedia.
Così Sander e Canetti ci restituiscono il paesaggio visuale e sonoro di un’epoca sull’orlo dell’abisso che acquista, se possibile, maggiore definizione con la lente – artisticamente – deformante di George Grosz.
Le 60 fotografie di Antlitz der Zeit sono qui riportate nel loro ordine originale. I thumbnail rimandano alle schede, con riproduzioni a maggiore risoluzione, delle collezioni digitali di MoMA, Tate, Getty.edu, Walther Collection. Sotto ogni fotografia compare il titolo come compare nella raccolta Antlitz der Zeit. In alcuni casi è presente un secondo titolo, utilizzato da Sander in Menschen des 20. Jahrhunderts. Quando conosciuti, sono indicati tra parentesi quadre i nomi dei personaggi ritratti. Quasi tutti i nomi rimandano a collegamenti con schede biografiche di Wikipedia o altri siti.
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I. SIND DIE EINZELPERSONEN WAHR |
I. GLI INDIVIDUI SONO VERI |
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Im Mittelalter gab es einen berüchtigten Gelehrtenstreit. Es sind tausend Jahre her. Die Streiter nannten sich Nominalisten und Realisten. Es ist sicher, daß dieser Streit noch heute fortdauert, wenn auch unter andrem Namen. Man kann heute schlecht mit einem Satz sagen, worum es sich damals vor tausend Jahren drehte, denn inzwischen haben die Worte ihren Sinn sehr verändert, aber andeutungsweise will ich die Kampfsituation so beschreiben : Die Nominalisten waren der Meinung, daß nur die Einzeldinge wirklich real und existent sind, die Realisten aber hielten dafür, nur die Allgemeinheiten, die Universalien, sagen wir die Gattung, sagen wir die Idee, sind eigentlich real und existent. Was hat das mit Gesichtern und Bildern zu tun? Ich will das bald zeigen, und wir wollen uns jetzt von zwei Abflachungen unterhalten: von der Abflachung-der menschlichen Gesichter durch den Tod und von der Abflachung durch die Gesellschaft und ihre Klassen. Was ich unter Abflachung verstehe? Die Gleichmachung, das Verwischen persönlicher und privater Unterschiede, das Zurücktreten solcher Unterschiede unter dem prägenden Stempel einer größeren Gewalt, also hier zweier Gewalten, des Todes und der menschlichen Gesellschaft. |
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Nel Medioevo ci fu una celebre disputa tra dotti. Sono passati mille anni. I contendenti si definivano nominalisti e realisti. È certo che questa disputa continui ancora oggi, sebbene sotto un altro nome. Oggi è difficile dire in una sola frase su cosa ruotasse la questione mille anni fa, perché nel frattempo le parole hanno cambiato notevolmente il loro significato; tuttavia, voglio descrivere a grandi linee la situazione del conflitto in questo modo: i nominalisti erano dell’opinione che solo le singole cose fossero concretamente reali ed esistenti, mentre i realisti sostenevano che solo le generalità, gli universali — diciamo il genere, diciamo l’idea — fossero propriamente reali ed esistenti. Cosa c’entra questo con i volti e con le immagini? Desidero dimostrarlo a breve, e per ora vogliamo parlare di due forme di “appiattimento”: l’appiattimento dei volti umani attraverso la morte e l’appiattimento attraverso la società e le sue classi. Cosa intendo per appiattimento? L’omologazione, la cancellazione delle differenze personali e private, il recedere di tali differenze sotto l’impronta decisiva di un potere più grande — in questo caso, quindi, di due poteri: la morte e la società umana. |
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II. DIE ABFLACHUNG DER GESICHTER UND BILDER DURCH DEN TOD |
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II. L’APPIATTIMENTO DEI VOLTI E DELLE IMMAGINI PROVOCATO DALLA MORTE |
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Vor einiger Zeit wurde eine junge Frau aus der Seine gezogen. Man brachte die Unbekannte, unzweifelhaft eine Selbstmörderin, in das Pariser Leichenschauhaus. Und dort fiel sie auf. Wodurch will ich bald sagen. Man hat von der Unbekannten aus der Seine (l’inconnue de la Seine) eine Totenmaske genommen. Viele haben Bilder von dieser Maske oder Abgüsse. Wodurch fiel denn nun die junge Unbekannte auf, und was veranlaßt viele, sich Bilder oder Abgüsse der Maske anzusehen? Ich will ungefähr den Kopf nach einem Bild beschreiben. Es ist das Gesicht einer jungen Frau oder eines jungen Mädchens vielleicht von 2 0-2 2 Jahren. Sie hat schlichte Haare, die nach rechts und links glatt vorn Scheitel herabfallen. Die Augen sieht man nicht, die Augen sehen nicht, nun, dieses Mädchen ist tot, und ihr Auge hat zuletzt das Ufer der Seine und das Wasser der Seine gesehen, und dann haben sich die Augen geschlossen, und dann ist der kurze kalte Schreck gekommen und der Schwindel und das rapide Hereinbrechen des Erstickens und die Betäubung. Aber dabei ist es nicht geblieben. Ich möchte glauben, das Mädchen ist nicht freudig in die Seine gegangen. Was nach der anfänglichen Verzweiflung und dem kurzen Entsetzen des Erstickens kam, das sehen wir jetzt auf dem Bild, auf ihrem Gesicht, und darum hat man sie nicht einfach wie die Hunderte dieser Morgue bei Seite geschafft. Der Mund der Unbekannten ist leicht eingezogen, er ist beinah gespitzt, und da sind die Wangen nachgefolgt und nun entsteht unter den ruhevoll geschlossenen Augen, — sie sind geschlossen vor dem kalten Wasser und auch um ganz für ein inneres Bild da zu sein, — nun entsteht unter diesen Augen, um diesen Mund ein wirklich süßes Lächeln, kein Lächeln der Verzückung und der Wonne, sondern ein Lächeln der Annäherung an eine Wonne, ein Erwartungslächeln, das ruft oder flüstert und das irgend etwas sieht, wozu es Du sagt. Die Unbekannte nähert sich einem Glück. So wie dieses Gesicht aussieht und wie das Bild es wiedergibt, steckt übrigens eine unheimliche Verführung und Versuchung darin. Und wenn schon jedem Todesgedanken auch eine gewisse Beruhigung innewohnt, so strömt dieses Gesicht direkt etwas wie eine Betörung und Lokkung aus. Was ist mit dieser Deutung? Wir kommen an das Wort von vorhin von der Abflachung des menschlichen Gesichts durch den Tod. Es gibt Sammlungen von Totenmasken. Solche Sammlung liegt vor mir. Und blättert man da herum auch die liebliche Unbekannte ist dabei —, so wird eine große Gleichförmigkeit deutlich. Die Gesichter sind bestimmt verschieden, das Gesicht Wielands ist bestimmt anders als das Friedrichs des Großen oder Jonathan Swifts oder als das schnurrbärtige willensstarke Gesicht Oliver Cromwells oder als das üppige, breite von Lorenzo Medici. Manche ì Gesichter scheinen von Gesundheit zu strotzen, andere sind ausgemergelt von langen Krankheiten. Aber es ist etwas Negatives allen diesen Gesichtern gemeinsam: es ist von allen diesen Menschen etwas weggenommen. Sie haben nicht nur die Augen geschlossen, und dies gibt ihnen das Bild von Nichtlebenden, vielleicht bloß von Schlafenden. Es ist die ganze Unmasse des Momentanen, Beweglichen auf diesen Gesichtern wegradiert. Der Tod hat eine massive Retusche vorgenommen. Und was bleibt übrig nach der großen Retusche, nach der Radierung? Dieses Menschengesicht en bloc, das Resultat seiner Lebensarbeit und der Arbeit des Lebens an Fleisch und Knochen, am Schnitt der Gesichtszüge, an der Formung von Stirn, Nase und Lippen. Diese überbleibenden Gesichter, festgehalten in den Totenmasken, ihr Ausdruck, das sind Steine, die vorn Meer in jahrzehntelanger Arbeit gerollt und abgeschlitfen sind, und da wird jetzt keine einzelne momentane Bewegung mehr festgehalten und aufbewahrt. Was man da vor sich hat, ist das En-bloc-Resultat. Nunmehr ist die Arbeit zu Ende. Was Halt gerufen hat, all diese Gesichter abgeflacht hat und sie uniform gemacht hat, das ist der eine Z. Individuell und persönlich und einzeln sind sie im Leben geworden durch zwei große Prozesse: durch die geprägte Form ihrer Rasse und persönlichen Anlage, die sich entwickelt hat — und durch das Draußen, die Natur, die Gesellschaft, die die Entwicklung befördert und gehindert hat. Aber jetzt fördert oder hindert sie nichts mehr, diese Augen sind mit Recht geschlossen, denn nichts mehr strömt von diesen Menschen aus. Und man fühlt vor diesenToten, sie sind nicht nur stumm und in sich geschlossen, nein, sie sind weniger, sie sind Gegenstände in anderen Händen. Sie hatten gehandelt, und das hat ihr Gesicht geformt. jetzt erleiden sie etwas, sie sind passiv, sie werden abgeformt. Der Tod als Positives. Das war eine Zeitlang Hugo Wolf, Dante, Fox, Friedrich der Große — jetzt sind es alle Besiegte, Befriedigte, ruhige Objekte. Der Block des Lebens, sag ich, bleibt übrig. Aber wenn die Liebliche aus der Seine doch auch lächelt? Ja, es geht eine Wirkung von der neuen anonymen Kraft aus. Nicht alle lassen sich leicht von hier wegnehmen. Viele schlafen bestenfalls ein, oder: bestenfalls geht die Sanftheit eines Schlafes beim Eintritt in das anonyme Todesreich auf sie über. Aber einige — nähern sich doch auch einem Glück. Das individuelle Leben hat diese nur geschleudert und gehindert. Jetzt werden die Behinderungen von ihnen genommen. Jetzt, wo ihre Augen für dieses individuelle Dasein geschlossen sind, können sie einer anderen, andersartigen, für uns anonymen Daseinsstufe entgegenlächeln; sie können voller süßer Erwartung, voller Sehnsucht die Lippen spitzen. |
Qualche tempo fa, una giovane donna fu ripescata dalla Senna. La sconosciuta, indubbiamente una suicida, fu portata all’obitorio di Parigi. E lì attirò l’attenzione. Tra poco dirò per quale motivo. Della sconosciuta della Senna (l’inconnue de la Seine) fu preso un calco funerario. Molti possiedono immagini o calchi in gesso di questa maschera. Per cosa si distinse dunque la giovane sconosciuta, e cosa spinge così tante persone a guardare le immagini o i calchi della sua maschera? Desidero descrivere a grandi linee la testa basandomi su un’immagine. È il viso di una giovane donna o di una ragazza, forse di venti o ventidue anni. Ha capelli lisci che scendono fluidi dalla riga centrale verso destra e verso sinistra. Gli occhi non si vedono, gli occhi non vedono; orbene, questa ragazza è morta, e il suo occhio ha visto per ultimo la riva della Senna e l’acqua della Senna, e poi gli occhi si sono chiusi, e poi è sopraggiunto il breve, freddo spavento, e la vertigine, e il rapido irrompere del soffocamento, e l’ordalia dello stordimento. Ma la cosa non si è fermata lì. Mi piace credere che la ragazza non sia andata incontro alla Senna con gioia. Ciò che è venuto dopo la disperazione iniziale e il breve terrore del soffocamento, lo vediamo ora nell’immagine, sul suo volto, ed è per questo che non è stata semplicemente liquidata e messa da parte come le centinaia di altri in questo obitorio. La bocca della sconosciuta è leggermente rientrata, è quasi increspata, e le guance l’hanno seguita; e così, sotto gli occhi serenamente chiusi — chiusi davanti all’acqua fredda e anche per esistere interamente per un’immagine interiore —, così sotto questi occhi, attorno a questa bocca, sorge un sorriso davvero dolce; non un sorriso di estasi e di beatitudine, bensì un sorriso di approssimazione a una beatitudine, un sorriso di attesa che chiama o sussurra, e che vede qualcosa a cui delibera di dare del “tu”. La sconosciuta si avvicina a una felicità. Per come appare questo viso e per come l’immagine lo restituisce, vi risiede del resto una seduzione e una tentazione inquietanti. E se è vero che in ogni pensiero della morte dimora anche una certa consolazione, questo viso emana direttamente qualcosa di simile a un incantesimo e a un adescamento. Cosa ne è di questa interpretazione? Ritorniamo alla parola usata poc’anzi a proposito dell’appiattimento del volto umano attraverso la morte. Esistono collezioni di maschere mortuarie. Una di queste collezioni è qui davanti a me. E se la si sfoglia — e anche la graziosa sconosciuta vi è inclusa —, balza agli occhi una grande uniformità. I volti sono certamente diversi: il volto di Wieland è senz’altro differente da quello di Federico il Grande o di Jonathan Swift, o dal volto baffuto e volitivo di Oliver Cromwell, o da quello opulento e largo di Lorenzo de’ Medici. Alcuni volti sembrano scoppiare di salute, altri sono emaciati da lunghe malattie. Ma c’è un elemento negativo comune a tutti questi volti: a tutte queste persone è stato tolto qualcosa. Non hanno soltanto chiuso gli occhi — il che dà loro l’immagine di persone non vive, forse semplicemente di dormienti. È l’intera immensità del momentaneo, del mobile, che è stata cancellata da questi volti. La morte ha operato un massiccio ritocco. E cosa rimane dopo il grande ritocco, dopo la cancellazione? Questo volto umano en bloc, il risultato del lavoro della sua vita e del lavoro della vita sulla carne e sulle ossa, sul taglio dei lineamenti, sul modellamento della fronte, del naso e delle labbra. Questi volti superstiti, fissati nelle maschere mortuarie, la loro espressione, sono pietre che sono state rotolate e levigate dal mare in un lavoro durato decenni; e lì, ormai, nessun singolo movimento momentaneo viene più trattenuto e conservato. Ciò che si ha davanti è il risultato d’insieme, il blocco finale. Ormai il lavoro è terminato. Ciò che ha intimato l’alt, che ha appiattito tutti questi volti e li ha resi uniformi, è l’atto finale. In vita erano diventati individuali, personali e singoli attraverso due grandi processi: attraverso la forma impressa dalla loro razza e dalla disposizione personale che si è sviluppata, e attraverso il “fuori”, la natura, la società, che ha favorito e ostacolato tale sviluppo. Ma ora nulla più favorisce o ostacola; questi occhi sono giustamente chiusi, poiché nulla più emana da questi esseri umani. E di fronte a questi morti si avverte che non sono soltanto muti e chiusi in se stessi; no, sono meno di questo: sono oggetti in altre mani. Avevano agito, e questo aveva plasmato il loro volto. Ora subiscono qualcosa, sono passivi, vengono ricalcati. La morte come elemento positivo. Quelli sono stati per un certo periodo Hugo Wolf, Dante, Fox, Federico il Grande — ora sono tutti vinti, appagati, oggetti tranquilli. Il blocco della vita, dico, è ciò che rimane. Ma se anche la graziosa fanciulla della Senna sorride? Sì, si sprigiona un effetto da questa nuova forza anonima. Non tutti si lasciano portar via da qui facilmente. Molti, nel migliore dei casi, si addormentano, o: nel migliore dei casi, la mitezza di un sonno si trasmette su di loro nel momento in cui entrano nell’anonimo regno della morte. Ma alcuni — si avvicinano pur sempre anche a una felicità. La vita individuale non ha fatto altro che scuoterli e ostacolarli. Ora gli impedimenti vengono rimossi da loro. Ora che i loro occhi sono chiusi a questa esistenza individuale, essi possono sorridere a un altro livello di esistenza, di natura diversa e per noi anonimo; possono increspare le labbra, pieni di dolce attesa, pieni di nostalgia. |
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| Boxer, 1929 | Schlossermeister, 1928 Fabbro | Berliner Tapezierermeister, 1929 Tappezziere berlinese | Konditor, 1928 Pasticcere |
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| Mutter und Tochter. Bauern- und Bergmannsfrau, 1912 Madre e figlia. Mogli di contadini e minatori | Landproletarierkinder, 1914 | Arbeiterfamilie, 1912 | Proletariemutter, 1927 |
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| Berliner Kohlenträger, 1929 Portatore di carbone berlinese | Arbeiterrat aus dem Ruhrgebiet, 1929 Consiglio dei lavoratori della regione della Ruhr | Handlanger, 1928 Garzone muratore | Kommunistischer Führer, 1929 Dirigente comunista [Paul Frölich] |
| III. DIE ABFLACHUNG GESICHTER UND BILDER DURCH DIE GESELLSCHAFT |
___ | III. L’APPIATTIMENTO DEI VOLTI E DELLE IMMAGINI PROVOCATO DALLA SOCIETA’ |
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Hier liegt vor mir eine andere Mappe, Bilder von Lebenden. Diese sind noch nicht in den großen Bottich gefallen, wo das Persönliche und alle Aktivität von ihnen abgewaschen wird. Das Wasser, das diese Steine abschleift, ist noch an ihnen sichtbar. Sie rollen noch in dem Meer, das uns alle schaukelt. Und während uns aus denTotenmasken überwältigend die eine gleichbleibende Anonymität entgegentritt — wir blicken in eine große eigentümliche Mondlandschaft —, so sehen wir hier — Individuen? Merkwürdig. Man würde glauben, man sieht Individuen. Aber plötzlich merkt man, man sieht auch hier keine Individuen! Es ist zwar nicht die große, eintönige Mondlandschaft desTodes, deren Licht auf allen Gesichtern liegt, es ist etwas anderes. Und was? Wir sprechen jetzt von der erstaunlichen Abflachung der Gesichter und Bilder durch die menschliche Gesellschaft, durch die Klassen, durch ihre Kulturstufe. Dies ist die zweite gleichmachende oder angleichende Anonymität. Um uns des Wortes aus dem im Finomo. zitierten Streit des Mittelalters zu bedienen: wir haben wirksam gesehen die Allgemeinheit des Todes, der sich also als eine wirkliche reale Macht und Kraft erweist, womit noch nicht gesagt ist, was er eigentlich ist, oder gar, daß er der Sensenmann oder der liebliche Friedensbringer ist. Und jetzt vor den Bildern der Lebenden begegnen wir einer zweiten Allgemeinheit, die sich als real und wirksam und als eine Kraft erweist, wir begegnen der Kollektivkraft der menschlichen Gesellschaft, der Klasse, der Kulturstufe. |
Ecco che davanti a me c’è un’altra cartella, immagini di vivi. Costoro non sono ancora caduti nel grande tino dove il dato personale e ogni attività vengono lavati via da loro. L’acqua che leviga queste pietre è ancora visibile su di loro. Stanno ancora rotolando nel mare che tutti ci culla. E mentre dalle maschere mortuarie ci viene incontro in modo travolgente l’unica e immutabile anonimia — guardiamo in un grande, singolare paesaggio lunare —, che cosa vediamo qui? Individui? Curioso. Si crederebbe di vedere degli individui. Ma all’improvviso ci si accorge che nemmeno qui si vedono individui! Certo, non è il grande, monotono paesaggio lunare della morte la cui luce si posa su tutti i volti; è qualcosa di diverso. E che cosa? Parliamo ora dello stupefacente appiattimento dei volti e delle immagini da parte della società umana, delle classi, del loro livello culturale. Questa è la seconda anonimia omologante o livellatrice. Per servirci del termine della disputa medievale citata all’inizio: abbiamo visto all’opera l’universalità della morte, la quale si rivela dunque come una potenza e una forza autentica e reale — il che non significa ancora aver detto cosa essa sia veramente, o men che meno che sia l’angelo della morte con la falce o il grazioso portatore di pace. E ora, davanti alle immagini dei vivi, incontriamo una seconda universalità che si rivela reale, operante e come una forza: incontriamo la forza collettiva della società umana, della classe, del livello culturale. |
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| Revolutionäre, 1929 [Alois Lindner, Erich Mühsam, Guido Koppl] Rivoluzionari | Werkstudenten, 1926 Studenti lavoratori [a sinistra, Erich Sander | Der Kräuterheilkundig, 1929 L'erborista | Katolisher Geistlicher, 1927 Sacerdote cattolico |
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| Evangelischer Geistlicher, 1928 [Ministro protestante] | Bürgerliche Familie, 1923 Famiglia borghese | Junge Mutter, bürgerlich, 1926 Giovane madre, classe media | Bürgerkind, 1926 Bambina della classe media |
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| Jugendbewegung, 1923 Movimento giovanile | Geldbriefträger, 1925 Portalettere | Polizeibeamter. Der Herr Wachtmeister, 1925 Agente di polizia. Connestabile | Zöllner, 1929 Doganieri |
| IV. EINZELHEITEN AUS DIESER GRUPPE | ___ | IV. DETTAGLI DI QUESTO GRUPPO |
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Jeder von uns kennt eine Anzahl Menschen, und er kennt sie, wo er sie trifft, an bestimmten, ganz persönlichen Merkmalen wieder. Man verkehrt nur mit lauter Einzelpersonen, und jede Person hat ihren Namen und hat auch so ihre ganz besonderen, gar nicht wiederkehrenden charakteristischen Zeichen. Man braucht gar nicht nach dem Daumenabdruck zu greifen, der wirklich, wie die Kriminalisten wissen, immer nur ein Faktum an einer einzigen bestimmten Person ist, wodurch diese Person identifiziert werden kann. Ich sage, man braucht nicht diesen kriminalistischen Daumenabdruck. Uns genügen im Leben andere Dinge, die zwar nicht so scharf und zahlenmäßig genau sind, aber ausreichende Genauigkeit besitzen. Da hat ein Mann diese Größe, diese Haltung, dieses Gesicht das ist ein ungeheurer Komplex, der von uns aber mit einem Blick erfaßt wird — da ist diese charakteristische Stimme, dieser Gang, diese Geste, und schon ein kleiner Ausschnitt genügt uns, allemal, um ganz sicher diesen Menschen zu identifizieren. Und identifizieren heißt ihn als einmaliges Geschöpf zu erkennen. Seine Einmaligkeit ist uns ganz selbstverständlich. Was sagen wir aber zu einem Ameisenhaufen? Da sind also auf dem Weg, von einer Wurzel ausgehend oder von einem Steinlager, vielleicht 500 Ameisen in einer raschen unübersehbaren Bewegung. Hundert Schritt entfernt arbeitet noch ein größerer Haufen. Wir können die Tierchen noch so scharf beobachten, wir kommen über gewisse Artmerkmale und unbedeutende Differenzen zwischen den einzelnen Tieren nicht hinaus. Es ist absolut unmöglich, hier zu identifizieren. Und doch ist es unzweifelhaft, ich möchte es wenigstens annehmen, daß sowohl hier, wie etwa auch bei den Bienen, die Tiere sich kennen und sich unterscheiden. Was ich damit sagen will? Etwas ganz Bekanntes —, aber auf die Menschen wird es wenig angewandt, nämlich: bei einer gewissen Distanz verschwinden Unterschiede, bei einer gewissen Distanz hört das Individuum auf, und nur die Universalien behalten recht. Das Individuum und das Kollektivum (oder das Universale) sind dann — o salomonische Entscheidung Angelegenheiten der wechselnden Entfernung. Da wir Menschen sind, haben wir es nur mit In dividuen zu tun unter Menschen! Bei Negern wird uns freilich die Sache auch schon schwieriger. Wären wir Elefanten, so würden wir aber dic Menschen einteilen, ich meine im Zoo, etwa nach solchen, die bloß vorbeilaufen und solchen, die uns Zucker schenken, der Wörter bildet eine Gruppe für sich, eine besondere Spezies Mensch. Auf die Menschen, also auf uns, aber so zu blicken hat nun enorme Vorteile. Man braucht nicht den Standpunkt eines Elefanten zu haben, es genügt schon die Entfernung etwa eines wissenschaftlichen Gesichtspunktes oder eines historischen Gesichtspunktes, eines philosophischen oder ökonomischen. Plötzlich werden wir uns selber Fremde und haben etwas über uns gelernt. Es ist ungeheuer gut, etwas über sich zu lernen. Oh man davon Gebrauch macht, ist eine zweite Frage, aber schon das Wissen ist gut. Hier bei unsern Bildern handelt es sich um Erweiterung unseres Gesichtsfeldes. Ich zeige das gleich. Wir haben ein herrliches Lehrmaterial vor uns. |
Ognuno di noi conosce un certo numero di persone e, ovunque le incontri, le riconosce da determinati tratti del tutto personali. Si frequenta solo una moltitudine di singoli individui, e ogni persona ha il proprio nome e possiede anche i suoi segni caratteristici del tutto particolari, che non si ripetono mai. Non c’è affatto bisogno di ricorrere all’impronta digitale che, come sanno i criminologi, è davvero sempre e solo un dato di fatto appartenente a un’unica e determinata persona, attraverso cui tale persona può essere identificata. Dico che non abbiamo bisogno di questa impronta digitale da criminologia. Nella vita ci bastano altre cose che, pur non essendo così nette e numericamente precise, possiedono un’accuratezza sufficiente. Un uomo ha quella data statura, quel dato portamento, quel dato viso — si tratta di un complesso enorme, che tuttavia viene colto da noi con un solo sguardo —; vi è poi quella voce caratteristica, quel passo, quel gesto, e ci basta già un piccolo dettaglio, ogni volta, per identificare con assoluta certezza quella persona. E identificare significa riconoscerla come creatura unica. La sua unicità è per noi del tutto ovvia. Ma cosa diciamo di un formicaio? Lì sul sentiero, a partire da una radice o da una pietraia, ci sono forse 500 formiche in un movimento rapido e caotico. A cento passi di distanza lavora un cumulo ancora più grande. Per quanto possiamo osservare aguzzando la vista questi piccoli animali, non riusciamo ad andare oltre certi tratti specifici della specie e insignificanti differenze tra i singoli esemplari. Qui è assolutamente impossibile identificare. Eppure è indubbio — o almeno mi piace supporlo — che sia qui, sia ad esempio tra le api, gli animali si conoscano e si distinguano tra loro. Cosa voglio dire con questo? Qualcosa di estremamente noto — che però viene applicato raramente agli esseri umani —, vale a dire: a una certa distanza le differenze svaniscono, a una certa distanza l’individuo cessa di esistere e solo gli universali hanno ragione. L’individuo e il collettivo (o l’universale) diventano allora — oh, decisione salomonica! — questioni di variazione della distanza. Poiché siamo esseri umani, tra gli uomini abbiamo a che fare solo con individui! Con i neri, a dire il vero, la cosa ci risulta già più difficile. Se fossimo elefanti, invece, divideremmo gli uomini — intendo nello zoo — ad esempio tra quelli che passano semplicemente correndo e quelli che ci regalano lo zucchero; il guardiano formerebbe un gruppo a sé, una specie umana particolare. Guardare agli uomini, cioè a noi stessi, in questo modo offre tuttavia enormi vantaggi. Non c’è bisogno di assumere il punto di vista di un elefante: basta già la distanza, ad esempio, di una prospettiva scientifica o di una prospettiva storica, filosofica o economica. All’improvviso diventiamo estranei a noi stessi e abbiamo imparato qualcosa sul nostro conto. Fa un gran bene imparare qualcosa su di sé. Se poi se ne faccia uso è una seconda questione, ma già la conoscenza in sé è un bene. Qui, nel caso delle nostre immagini, si tratta di ampliare il nostro campo visivo. Lo dimostrerò subito. Abbiamo davanti a noi uno splendido materiale didattico. |
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| Betriebsingenieur, 1924 Ingegnere di produzione | Der junge Kaufmann, 1927 Il giovane mercante | Lyzealschülerin, 1928 Studentessa liceale | Gymnasiast, 1926 Alunno di liceo |
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| Corpsstudent, 1925 Membro di una corporazione studentesca | Abgeordneter (Demokrat), 1927 Deputato (Democratico) | Der Kunstgelehrte, 1926 Lo studioso d'arte [Wilhelm Schäfer] | Der Artzt. Professor Dr. Schl., Berlin, 1929 Il medico. Prof. Dott. Schl., Berlino [Carl Robert Schlayer] |
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| Der Industrielle, 1929 L'industriale | Großindustrieller. Kommerzienrat A.v.G, Köln¸ 1927Grande industriale consigliere di commercio A.v.G, Colonia [Arnold von Guilleaume] | Grosskaufmann mit Gattin, 1923 Mercante all'ingrosso e consorte | Bürgerliches berufstätiges Ehepaar, Köln, 1927 (Coppia professionale della classe media, Colonia) [Dr. A. Herbig, Jr., e moglie] |
| V. ES GIBT DREI GRUPPEN PHOTOGRAPHEN | ___ | V. CI SONO TRE GRUPPI DI FOTOGRAFI |
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Ich kann nicht finden, daß die photographische Linse anders sieht als das menschliche Auge. Sie sieht vielleicht schlechter, da sie ja unbeweglich ist, aber was die Linse uns gibt, ist dasselbe, was wir auch sehen können. Die Platte hinter der Linse hält im Unterschied von unserer Netzhaut Bilder fest, und von diesen Bildern machen die Photographen verschiedenen Gebrauch, sie bedienen sich ihrer für verschiedene Zwecke. Das ist bloße Angelegenheit der Photographen, aber die Photographen können wie die Maler uns lehren, Bestimmtes zu sehen oder in bestimmter Weise zu sehen. Da gibt es zuerst Photographen, die künstlerisch sehen, denen das Gesicht nur Material für ein Bild ist, sie sind auf Effekte ästhetischer Art aus. Vor solchen Bildern sagt man „sehr interessant” oder „sehr schön” oder „originell”, das sind ja auch Werte, aber lernen über den Menschen oder für sich kann man hier nichts. Dann gibt es Photographen, die als Wald- und Wiesenpflanzen auf allen Straßen Und dann kommt die dritte Gruppe. Ich habe die Seiten nicht gezählt, oder die Sätze, die ich bisher gesprochen habe, aber wir können jetzt eine Flagge hissen, wir sind nämlich jetzt bei unserer Sache, bei unsern Bildern. Wie es bei dieser dritten Gruppe der Photographen ist, weiß man nun schon, es ist also nicht ganz umsonst gesprochen. Diese dritte Gruppe der Photographen, — aber ich rede groß von einer ganzen Gruppe, es gibt bestimmt nur ganz wenige und mir vor Augen ist in Deutschland nur dieser Sander gekommen, diese dritte Gruppe gehört mit Bewußtsein zu den Anhängern des Realismus, sie halten die großen Universalien für wirksam und real, und wenn sie etwas photographieren, siehe da, so sind es nicht ähnliche Bilder, bei denen man bestimmt und leicht den Herrn X oder die Frau Y erkennt, sondern man erkennt und soll erkennen auf diesen Bildern — ich sage im nächsten Absatz was. |
Non trovo che l’obiettivo fotografico veda in modo diverso dall’occhio umano. Vede forse peggio, essendo dopotutto immobile, ma ciò che l’obiettivo ci restituisce è lo stesso che possiamo vedere anche noi. La lastra dietro l’obiettivo, a differenza della nostra retina, fissa le immagini; e di queste immagini i fotografi fanno usi diversi, se ne servono per scopi differenti. Questa è una mera faccenda dei fotografi, ma i fotografi, così come i pittori, possono insegnarci a vedere qualcosa di specifico o a vedere in un modo specifico. Ci sono prima di tutto fotografi che vedono in modo artistico, per i quali il volto è solo materiale per un’immagine; costoro mirano a effetti di natura estetica. Davanti a tali immagini si dice “molto interessante” o “molto bello” o “originale” — e questi sono pur sempre dei valori, sia chiaro —, ma qui non si può imparare nulla sull’essere umano né per se stessi. Poi ci sono fotografi che crescono su tutte le strade come piante selvatiche. Costoro, sebbene siano così numerosi, ai nostri occhi valgono comunque più di quei signori dell’arte. Vogliono dare un’immagine il più possibile “somigliante” della persona che si presenta davanti a loro. Deve essere il più possibile “somigliante”, il che significa che il dato personale, privato, unico di questo essere umano deve essere fissato sulla lastra. Facciamo un piccolo passo indietro e ricordiamoci delle nostre frasi iniziali: questi fotografi della somiglianza sono i nominalisti, che non hanno alcuna conoscenza delle grandi universalità. Facciamo probabilmente fin troppo onore a questi signori se diciamo che hanno preso posizione nella grande disputa degli spiriti e si sono schierati risolutamente dalla parte dei nominalisti. Incontestabile e certamente presente è, d’altro canto, un ben determinato realismo in questo gruppo di fotografi: vale a dire quello di guadagnare denaro. E poi arriva il terzo gruppo. Non ho contato le pagine, o le frasi, che ho pronunciato finora, ma ora possiamo issare una bandiera: siamo infatti arrivati al nocciolo della nostra questione, alle nostre immagini. Come stiano le cose con questo terzo gruppo di fotografi lo si può già intuire, dunque non si è parlato del tutto invano. Questo terzo gruppo di fotografi — ma parlo con troppa enfasi di un intero gruppo, ce ne sono di certo pochissimi e a me, in Germania, è venuto sott’occhio solo questo Sander —, questo terzo gruppo appartiene consapevolmente ai sostenitori del realismo. Essi ritengono le grandi universalità operanti e reali e, quando fotografano qualcosa, guarda un po’, non ne derivano immagini somiglianti in cui si riconosca con certezza e facilità il signor X o la signora Y, bensì in queste immagini si riconosce, e si deve riconoscere — lo dirò nel prossimo paragrafo. |
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| Der Architekt. Professor Dr. P., Berlin, 1929 L'Architetto. Professor Dr. P., Berlino [Hans Poelzig] | Der Maler, 1924 Il Pittore [Jankel Adler] | Bildhauerin, 1929 Scultrice [Ingeborg von Rath] | Der Komponist P.H., 1925 Il compositore P. H. [Paul Hindemith] |
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| Der Pianist, 1925 Il pianista [Max van de Sandt] | Schriftsteller und Literaturkritiker D.H.S., 1926 Scrittore e critico letterario D.H.S [Dettmar Heinrich Sarnetzki] | Der Tenor L.A., 1928 Il tenore L.A. [Leonardo Aramesco] | Bohème, 1922-1925 [Willi Bongard, Gottfried Brockmann] |
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| Schankkellner, 1928 Barista | Putzfrau, 1928 Donna delle pulizie | Abgebauter Seemann, 1929 Marinaio sbarcato | Arbeitslos, 1928 Disoccupato |
| VI. WAS MAN HIER ERKENNEN SOLL | ___ | VI. COSA SI DEVE RICONOSCERE QUI |
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Diese Schilderung ist wie ein Riesenballon, an dem eine ganz kleine Gondel hängen wird. Ich werde aber wirklich nicht mehr viel zu sagen haben. Die Wahrheit ist vorbereitet, und es folgt mir ein Philosoph. Die Bilder, die man sehen wird, sind Worte dieses Philosophen und sprechen jedes für sich und zusammen in ihrer Anordnung viel deutlicher, als was ich sagen kann. Man hat vor sich eine Art Kulturgeschichte, besser Soziologie, der letzten dreißig Jahre. Wie man Soziologie schreibt, ohne zu schreiben, sondern indem man Bilder gibt, Bilder von Gesichtern und nicht etwaTrachten, das schafft der Blick dieses Photographen, sein Geist, seine Beobachtung, sein Wissen und nicht zuletzt sein enormes photographisches Können. Wie es eine vergleichende Anatomie gibt, aus der man erst zu einer Auffassung der Natur und der Geschichte der Organe kommt, so hat dieser Photograph vergleichende Photographie getrieben und hat damit einen wissenschaftlichen Standpunkt oberhalb der Detailphotographen gewonnen. Es steht uns frei, allerhand aus seinen Bildern herauszulesen, die Bilder sind im ganzen ein blendendes Material für die Kultur-, Klassen- und Wirtschaftsgeschichte der letzten dreißig Jahre. Man sieht die Typen der bäuerlichen Menschen, die wahrscheinlich stabil sind, weil die Form des bäuerlichen Kleinbetriebes seit langem eine gewisse Stabilität hat. Diese Gruppe ist also heute nicht ausgelöscht und verschwunden, kann nur in ihrer Wichtigkeit mehr zurückgedrängt sein. Man sieht bei ihnen die geschlossenen Familien, auch ohne den Pflug und den Acker sieht man den Menschen die grobe, harte, eintönige Beschäftigung an, diese Arbeit macht die Gesichter hart, läßt sie verwittern. Wie sie dann unter neuen Verhältnissen sich ändern, wie der Reichtum, die leichtere Tätigkeit dann die Gesichter löst. Man gehe über zu den Typen der Kleinstadt, dann zu den nahestehenden der großstädtischen Handwerker und vergleiche damit die modernen Industriellen. Man gehe zu den Bildern des heutigen Großstadtproletariats. Man hat einen raschen Überblick über die Entwicklung der Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten. Man lasse den Schluß nicht aus, um die Art des Fortgangs dieser Entwicklung zu verstehen, die Typen des Arbeiterrats, der Anarchisten und Revolutionäre. Die Nahrung formt den Menschen, die Luft und das Licht, in dem er sich bewegt, die Arbeit, die er verrichtet oder nicht verrichtet, dann die spezielle Ideologie seiner Klasse. Man lernt darüber mit dem bloßen Blick, vielleicht besser als aus langatmenden Berichten oder anklagenden Hinweisen, aus den Bildern der Gruppe 3, von den Bürgern und ihren Kindern. Die Spannungen unserer Zeit werden deutlich, wenn man diese Werkstudenten sieht und daneben hält diesen Professor und diese sehr ruhige, in Zufriedenheit eingebettete und noch ahnungslose bürgerliche Der rapide Wechsel der sittlichen Vorstellungen in den letzten Jahrzehnten„ der Fluß dieser Vorstellungen. Da ist noch in Gruppe 4 vorhanden der evangelische Geistliche, ein fabelhaftes Bild, seine Zöglinge umgeben ihn, aber sie haben schon Gesichter, die nicht zu dem Ausdruck ihres Lehrers und zu seinem Talar passen. Da geht noch auf dem Land der Dorfschulmeister mit dem Vollbart und der Brille, streng und sauber, ein Idealist, ein Grübler. Der Corpsstudent trägt sein Käppchen, hat Schmisse über dem Gesicht und fühlt sich im Glanz seiner Schärpe. Der ruhige Großkaufmann mit seiner Frau gehört zu dieser Gruppe, das sind Bilder aus Soll und Haben, das sind nicht die modernen Großindustriellen. Aber hinter diesen werden schon andere Typen sichtbar. Die Gesellschaft ist in der Umwälzung, die Großstädte sind riesig angewachsen, einzelne Originale sind noch vorhanden, aber schon bereiten sich neue Typen vor. So sieht also der junge Kaufmann von heute aus, dies ist der Gymnasiast von heute, wer hätte das vor zwanzig Jahren für möglich gehalten, so haben sich die Altersmerkmale vermischt, so ist die jugend auf dem Marsch. Und diese Lyzeumsschülerin in der Tracht der jungen Damen von heute, sie ist vollkommen ein junges Frauchen, ein Weibchen. Das ist greifbar die Verwischung der Altersgrenze, die Dominanz der Jugend, der Drang nach Verjüngung und nach Erneuerung, der bis ins Biologische durchschlägt. Vor vielen dieser Bilder müßte man ganze Geschichten erzählen, sie laden dazu ein, sie sind ein Material für Autoren, das reizender ist und mehr hergibt als viele Zeitungsnotizen. Dies meine Hinweise. Wer blickt, wird rasch belehrt werden, besser als durch Vorträge und Theorien, durch diese klaren, schlagkräftigen Bilder und wird von den andern und von sich erfahren. — |
Questa descrizione è come un gigantesco pallone aerostatico al quale sarà appesa una navicella piccolissima. Ma in realtà non avrò più molto da dire. La verità è pronta, e dietro di me viene un filosofo. Le immagini che si vedranno sono le parole di questo filosofo e parlano, ciascuna per sé e insieme nella loro disposizione, in modo molto più chiaro di quanto io possa esprimere. Ci si trova davanti a una sorta di storia della cultura — o meglio, di sociologia — degli ultimi trent’anni. Come si possa scrivere la sociologia senza scrivere, bensì fornendo immagini, immagini di volti e non di costumi d’epoca: questo è ciò che riesce a fare lo sguardo di questo fotografo, la sua mente, la sua osservazione, il suo sapere e, non da ultimo, la sua enorme perizia fotografica. Proprio come esiste un’anatomia comparata, grazie alla quale si giunge per la prima volta a una comprensione della natura e della storia degli organi, così questo fotografo ha praticato una fotografia comparata, conquistando in tal modo un punto di vista scientifico superiore rispetto ai fotografi del dettaglio. Siamo liberi di leggere le cose più disparate nelle sue immagini: nel loro insieme, esse costituiscono uno sfolgorante materiale per la storia della cultura, delle classi e dell’economia degli ultimi trent’anni. Si vedono i tipi del mondo contadino, che sono probabilmente stabili, poiché la struttura della piccola azienda agricola conserva da lungo tempo una certa stabilità. Questo gruppo, dunque, oggi non è cancellato o scomparso, può solo essere stato ridimensionato nella sua importanza. In loro si vedono le famiglie patriarcali e unite; anche senza l’aratro e il campo, si legge sul volto di queste persone l’occupazione rude, dura, monotona: questo lavoro indurisce i visi, li lascia logorare dalle intemperie. Si vede poi come essi cambino in nuove condizioni, come la ricchezza e un’attività più leggera distendano i lineamenti. Si passi poi ai tipi della piccola città, quindi a quelli affini degli artigiani delle grandi metropoli, e li si confronti con i moderni industriali. Si passi alle immagini del proletariato urbano odierno. Si ha così una rapida panoramica dello sviluppo economico degli ultimi decenni. E non si tralasci la conclusione, per comprendere la natura del progresso di questo sviluppo: i tipi del consiglio operaio, gli anarchici e i rivoluzionari. Il nutrimento plasma l’uomo, così come l’aria e la luce in cui si muove, il lavoro che compie o non compie, e infine l’ideologia specifica della sua classe. Lo si impara con un semplice sguardo — forse meglio che da lunghi resoconti o da richiami d’accusa — dalle immagini del Gruppo 3, quelle dei borghesi e dei loro figli. Le tensioni del nostro tempo diventano evidenti quando si vedono questi studenti-lavoratori e si accosta loro questo professore, o questa famiglia borghese così tranquilla, immersa nella contentezza e ancora ignara di tutto. Il rapido mutamento delle concezioni morali negli ultimi decenni, il flusso di queste idee. Nel Gruppo 4 c’è ancora il pastore protestante — un’immagine favolosa —, i suoi allievi lo circondano, ma hanno già volti che non si adattano all’espressione del loro maestro e alla sua tonaca. C’è ancora il maestro di scuola del villaggio che cammina per la campagna, con la barba folta e gli occhiali, severo e decoroso, un idealista, un pensatore solitario. Lo studente dell’associazione studentesca (Corpsstudent) porta il suo berrettino, ha le cicatrici da duello sul volto e si sente fiero nello splendore della sua sciarpa. Il tranquillo grande commerciante con la moglie appartiene a questo gruppo: sono immagini che sembrano uscite da Dare e Avere, non sono i moderni grandi industriali. Ma dietro di loro si intravedono già altri tipi. La società è in pieno volgimento, le grandi città sono cresciute a dismisura, sopravvive ancora qualche figura originale, ma già si preparano nuovi tipi. Ecco come appare il giovane commerciante di oggi, questo è lo studente di liceo di oggi — chi lo avrebbe creduto possibile vent’anni fa? —, così i tratti dell’età si sono mescolati, così la gioventù è in marcia. E questa studentessa di liceo femminile, nel costume delle giovani donne di oggi: è in tutto e per tutto una giovane sposina, una donnetta. Questa è, tangibilmente, la cancellazione dei confini dell’età, il predominio della gioventù, la spinta verso il ringiovanimento e il rinnovamento che penetra fin nel biologico. Davanti a molte di queste immagini bisognerebbe raccontare intere storie; esse vi invitano, sono per gli scrittori un materiale più affascinante e fecondo di molte cronache giornalistiche. Questi sono i miei spunti. Chiunque guarderà ne trarrà rapidamente insegnamento, meglio che attraverso conferenze e teorie; grazie a queste immagini chiare e d’impatto, apprenderà qualcosa degli altri e di se stesso. — |



























































